Organ Trio

Manfred Junker Organ Trio (D/CH)

Sie stand schon immer ganz oben auf seinem Wunschzettel, die Triobesetzung mit Gitarre, Orgel und Schlagzeug. Nach einigen Jahren intensiver Arbeit vorwiegend als Solist und in Duoformationen hat der mittlerweile in der deutschen Jazzgitarristenszene etablierte Wahlkonstanzer MANFRED JUNKER 2017 Nägel mit Köpfen gemacht, ein wunderbar harmonierendes Dreigestirn zusammengestellt und kurzerhand einen Studiotermin vereinbart.

Mit LOOK OUT! legt er nun das Ergebnis vor, eine luftig-elegante Einspielung von Eigenkompositionen, geschrieben eigens für die frisch aus der Taufe gehobene Band.

Mit Elisabeth Berner an der Orgel und Tony Renold am Schlagzeug zelebriert das MANFRED JUNKER ORGAN TRIO alle Spielarten dieses facettenreichen Lineups, wandelnd zwischen raffinierter Komposition und ideenreicher Improvisation, wuchtiger Dichte und perlender Transparenz, lyrischer Melancholie und zupackendem Groove.

Manfred Junker studierte an der Jazzschule St. Gallen und war Stipendiat des Berklee College of Music in Boston, wo ihn Lehrer wie Hal Crook, Ed Tomassi, Rick Peckham und Jim Kelly prägten. Er unterrichtet in der Schweiz und tritt regelmäßig mit seinen Bands, mit John Stowell im Duo sowie als Solist und Sideman auf. „Look Out!“ ist seine dreizehnte CD-Produktion unter eigenem Namen.

Elisabeth Berner ist Pianistin und Organistin in verschiedenen Formationen im Bereich Klassik und Jazz. Dabei hat sie sich insbesondere in Crossoverprojekten von Kirchenmusik und Jazz einen Namen gemacht. An der Hochschule für Musik Freiburg studierte sie Kirchen- und Schulmusik und ergänzte ihre klassische Ausbildung durch Studien in Jazzpiano an der Hochschule für Musik Basel bei Lester Menezes. Beim Bundeswettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel Grotrian-Steinweg in Weimar gewann sie 2006 den Gesamtpreis. Seit 2013 ist sie Dozentin für Schulpraktisches Klavierspiel an der Hochschule für Musik Basel. 

Tony Renold kann man zu den sogenannten “Musician`s Musicians“ zählen. Denn obwohl der Aargauer Jazzdrummer in der Schweiz zu den bedeutendsten Vertretern seines Fachs gehört, sind es vorab die Mitmusiker, die von seinem Können, von seiner Musikalität schwärmen. Er steht seit  über 40 Jahren mit international bekannten Musikern wie Franco Ambrosetti, Dieter Ilg, David Liebman, Kenny Drew oder Wolfgang Muthspiel auf der Bühne. Als feinfühliger Perkussionist versteht es Renold, die Fieberkurve der Expressivität empathisch mitzuzeichnen. Manchmal reduziert er seine Begleitung auf wenige, sichere Impulse; dann wiederum zieht er Solisten mit schlauen trommlerischen Einfällen in einen lockeren Dialog. Daneben ist er Professor für Schlagzeug an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

 

CD – Rezensionen und Konzertkritiken:

Manfred Junker luftig-elegant

Der Jazzgitarrist Manfred Junker ist ja hoch virtuos und legt regelmäßig bemerkenswerte CDs vor. Dabei präsentiert er sich meist als introvertierter Musiker, im Zusammenspiel mit John Stowell fast feinstofflich. Umso überraschender die neue CD, eingespielt in nur eineinhalb Tagen im Rossini-Studio Stuttgart.

Dabei sind der Drummer Tony Renold, Professor an der Zürcher Hochschule der Künste, sowie die Organistin Elisabeth Berner, Dozentin an der Musikhochschule Basel.

Fast ein schwyzerisches Trio also, denn der Wahl-Konstanzer Junker lehrt ebenfalls bei den Eidgenossen. Da swingen Junkers zehn Kompositionen luftig-elegant, unverkopft, machen gute Laune. Tony Renold glänzt mit feinfühliger Percussion, ein Mann, der sein Können in den Dienst der Band stellt, nicht sein Ego pflegen muss. Elisabeth Berner lässt die gute, alte Hammond B3 mal lyrisch erklingen und peitscht auch mal zum Höhepunkt.

Scheu vor Mainstream hat sie keine, das macht die Aufnahme locker. Einfallsreiche Kompositionen, transparenter Sound – aber bitte nicht auf dem CD-Player in der Küche hören, sondern auf einer anständigen Anlage. 

Bernd Guido Weber, Schwäbische Zeitung, 04.04.2018

 

Die Wunschbesetzung eines Trios mit Orgel und Schlagzeug zählt zu den Träumen des Konstanzer Gitarristen Manfred Junker, die er sich jetzt erfüllt hat. Mit dem versierten Schweizer Schlagzeuger Tony Renold und dessen junger Landsfrau Elisabeth Berner an der Orgel hat er zwei Musiker gefunden, die sich lustvoll in diesen Sound stürzen, der seine große Zeit in den 1960er- und ´70er-Jahren mit Protagonisten wie Jimmy Smith, „Big“ John Patton, Richard „Groove“ Holmes und Dr. Lonnie Smith hatte.

So gelingt es dem Trio, ausgedehnte Funk-Monster wie „Taking Care“ in zehn Minuten zu zähmen, aber auch stimmungsvolle Balladen wie „Gloomy Brightness“ (alle Stücke stammen aus der Feder des Bandleaders) mit ausreichend Glut zu versehen.

Die zehn Kompositionen bieten genügend Abwechslung, um auch den Gelegenheitshörer bei der Stange zu halten, und sind eine einmalige Spielwiese für den Gitarristen.

Jazzthing (04/2018)

 

(…) Zu dritt ist auch das Manfred Junker Organ Trio. Der Konstanzer Gitarrist wird nächstes Jahr fünfzig und hat sich schon mit 16 Jahren dem Jazz verschrieben, aber es hat dann doch eine Weile gedauert, bis er sich mit „Look out!“ einen alten Wunsch erfüllt und ein Trio aus Gitarre, Orgel und Schlagzeug zusammengestellt hat. Auf seiner Website versichert Junker: „Noch nie hatte ich ein so gutes Studioerlebnis wie mit Elisabeth Berner und Tony Renold.“ Das ist der in den Stuttgarter Rossinistudios aufgenommenen CD anzuhören.

Die musikalische Qualität des ausgesprochen entspannten, teilweise aber auch durchaus flotten Albums ist zwar keine Überraschung, schließlich ist Berner Dozentin für Klavier an der Basler Hochschule für Musik und Renold, Professor für Schlagzeug an der Zürcher Hochschule für Künstler, hat schon mit einer Vielzahl internationaler Jazzgrößen zusammengearbeitet. Trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass drei derartige Ausnahmekönner auch als Trio so gut funktionieren: die Aufnahmen waren schon nach eineinhalb Tagen fertig.

Tillmann P. Gangloff/Südkurier 10.03.2018

 

Der Bopper vom Bodensee hat sein neuestes Album mit Organistin Elisabeth Berner und Drummer Tony Renold eingespielt — im klassischen Orgel-Trio also. Nur Eigenkompositionen von Gitarrist Manfred Junker wurden interpretiert. In anderthalb Tagen war dieses vielseitige Album eingespielt, inklusive Video-Produktion. Swingende, soulige Grooves, Balladen und schnelle Bop-Nummern sind zu hören — und immer kommt Manfred Junkers sympathische gitarristische Handschrift durch: Irgendwie zurückgenommen, dezent, aber dabei trotzdem auch irgendwie sehr bestimmt auf den Punkt. Junker studierte an der Jazzschule St. Gallen und war u.a. Stipendiat des Berklee College of Music in Boston. ‚Look Out!’ ist seine dreizehnte CD-Produktion. Gelungen. 

Lothar Trampert/Gitarre & Bass (04/2018)

 

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