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:Presse
Interviews:
Alexander Schmitz im Jazzpodium 12/2005 »
Andi Polte von Archtop-Germany 07/2005 »
CDs:
alle Rezensionen zur Solo-CD "Alone" »
alle Rezensionen zur Duo-CD "Eternally" (Chaplin) »
alle Rezensionen zur Quartett-CD "Peace of Mind" »
alle Rezensionen zur Duo-CD "Meeting Mr. Rodgers" »
Hier die Kritiken zur neuen Trio-CD "Departure":
Schwäbische Zeitung (06.03.2010)
„Manfred Junker's journey within" ist die neunte (!) CD des Leutkircher/Konstanzer Gitarristen untertitelt. Es ist eine abwechslungsreiche Reise, auf der sich Junker zusammen mit dem Bassisten Arne Huber und dem Drummer Matthias Daneck begibt. Das famose Trio bringt neu arrangierte Stücke von Cole Porter, Stevie Wonder, Kurt Weill, Billy Strayhorn, lotet auch „Norwegian Woods" von den Beatles noch einmal intim aus. Eine Tour ins letzte Jahrhundert, poetisch-virtuos, Manfred Junker eben. Dazu kommen Kompositionen von Junker, besonders schön „Dream", bei dem er Erinnerungen an wilde Rock-Zeiten weckt. Subtil und sensibel ist das, intelligent, ohne verkopft zu sein.
Bernd Guido Weber
Südkurier Konstanz (13.02.2010):
Nachdem der Konstanzer Gitarrist Manfred Junker zuletzt
die Reduktion auf die Spitze getrieben hat – vergangenen Herbst
veröffentlichte er die exquisite Solo-Scheibe „Alone“
– startet er jetzt mit dem Trio „Journey Within“. Ganz
der mit dem Bandnamen gewählten Metapher verpflichtet, heißt
die erste gemeinsame CD der Gruppe „Departure“ – Junkers
neunte Veröffentlichung unter eigenem Namen in dreizehn Jahren. Den
Titel darf man allerdings nicht dahingehend verstehen, dass hier ein radikaler
Bruch mit der bislang von Junker gepflegten Klangästhetik stattfinden
soll. Im Gegenteil, Journey Within geht von dem aus, was schon immer Junkers
Stärke war, exquisiter straight ahead-Gitarrenjazz. Und straight
ahead ist hier im besten Sinne des Wortes gemeint. Hier wird ohne Umwege
gespielt, in einer direkten Art, die den Hörer nie im Unklaren lässt.
Herausgekommen ist ein Album mit sechs Originals des Bandleaders und einer
sehr persönlichen Auswahl von fünf Songs aus Jazz- und Popmusik.
Gitarre&Bass (Heft 1/2010) :
Nach seinem Solo-Album ist der Jazz-Gitarrist aus Konstanz
jetzt wieder mit Band zu hören, mit dem extrem swingenden Arne Huber
am Kontrabass und Matthias Daneck, einem Schlagzeuger, der anscheinend
ganz genau weiß, was Trio-Gitarristen beim Singlenote-Solo brauchen:
Dichte, Flächen, Intensität, Drive und Pulse.
Alexander Schmitz 01/2010 auf Agas:
Nichts für kleine Jungs
Nach zwei Quartett-, zwei Duo- und - erst im letzten Jahr - einer ersten Solo-CD kommt der Konstanzer Manfred Junker nun in neuer Formation, nämlich im Trio als Manfred Junker's journey within. Wieder dabei ist (der hier vergleichsweise zurückhaltend arbeitende) Drummer Matthias Daneck, während Arne Huber am Bass vor allem im letzten Drittel ausreichend Raum bekommt, sich vorzustellen als der ideale Verbindungsmann zwischen Melodie und Rhythmus.
Der CD-Titel macht erst mal stutzig, dann neugierig:
"Departure" [factory outlet records 1001]. Departure? Abfahrt?
Abreise? Abreise von wo und wohin? Ausgangspunkt? Wozu?
"Departure" ist also eine Rundreise oder
eben der Beginn einer solchen, und agas wird Manfred im bevorstehenden,
fürs Frühjahr eingeplanten Interview sicherlich dazu auch befragen.
Jedenfalls haben wir es nach unserer Einschätzung mit einem Trip
zu tun, in dem so ziemlich der "ganze Junker" steckt. Und so
geht es gleich mit einem Cole-Porter-Hardbopper los, der bestimmt jedes
Jazzer-Herz erfreuen wird, erforscht dann in der Eigenkomposition "It
Will Do Tomorrow" mit etwas härterem, spitzeren Ton neues Terrain
links und rechts von der Hauptstrecke, geht Steve Wonders "Superstition"
deutlich funky an und führt weiter in Latin- Gefilde mit dem eigenen
"Time and Tide". Der schöne Beatles-Hit "Norwegian
Wood" stellt den Bass schon im Thema heraus, und dann geht's mit
"Mack the Knife" schnurstracks hinüber in die Postmoderne,
die vor allem eines ist: eine Überprüfung, ein Tauglichkeitstest
der Moderne auf ihre Fähigkeit, Gegenwart zu reflektieren.
Höhen dominieren, der helle, "offene",
elektrische Sound, der historisierende, ergo: stilistische Festlegungen
nicht recht zulassen will. Und wie immer bei Manfred Junker klingt auch
das Trio sehr "nah", sehr dicht, sehr kompakt. Kurz: Trio at
its very best und eine mit fliegenden Fahnen bestandene Prüfung.
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